Stadtbadschließung

Im Rahmen von Sparmaßnahmen wird diskutiert, das Stadt- und Wellenbad in Neuss, dessen Erhalt vor einigen Jahren im Rahmen der Übernahme durch die SWN/NBE als Sport-, Wettkampf-  und Vereinsbad versprochen wurde, zu schließen. Was könnte eine Umsetzung dieser Maßnahme für Bürger, Schulen und Vereine bedeuten:

Aktuell gibt es in Neuss 3 Hallenbäder mit insgesamt 10 Bahnen zu je 25 Metern und jeweils einem Lehrschwimmbecken (Nord- und Südbad) und 8 Bahnen zu je 50 Metern (Stadtbad), welche sich für schwimmsportliche Aktivitäten eignen. Ferner stehen an der St. Konrad- Grundschule in Neuss-Gnadental  und an der Schule am Kivitzbusch ein Lehrschwimmbecken (dieses Becken fällt wegen Reparaturen und ähnlichem sehr häufig aus)  zur Verfügung. Im Südbad ist ein Wettkampfbetrieb wegen unzureichender Beckennormen nicht möglich. Diese im Vergleich zur gesamten Region und auch landes- und bundesweit äußerst geringe Wasserfläche teilen sich:

-    

17

schwimm-, wasser-  und tauchsporttreibende Vereine

-    

54

Schulen (29 Grund-, 5 Haupt-, 5 Real-, 2 Gesamtschulen, 7 Gymnasien,   5 Sonderschulen und eine internationale Schule)

-     über

153.000

Neusser Bürger

 Die Wartelisten für die Kinderschwimmausbildung in den Vereinen sind seit Jahren sehr lang. Im Stadtbad Neuss wird deshalb schon im Flachwasserbereich der Kinder- und Anfängerschwimm-unterricht erteilt. Trotzdem beträgt die Wartezeit für das Kinderschwimmen zurzeit bis zu einem Jahr.

Der jetzige Vorschlag einer dramatischen, weiteren Kürzung (über 62% der Hallenbahnen) im schon herrschenden Notstand ist völlig inakzeptabel.Mögliche Folgen der geplanten Einsparungen: 

Die Wartezeiten für die Kinderschwimmausbildung werden sich weiter drastisch erhöhen. Dies hat zur Folge, dass immer weniger Kinder unserer Stadt eine Chance haben Schwimmen zu lernen und damit im Wasser gefährdet sind.

 Es wird sehr schwer sein, den Schulen die erforderliche Wasserfläche bereit zu stellen, so dass mit einer Kürzung des schwimmsportlichen Angebots der Schulen zu rechnen ist.

 Ein Trainingsbetrieb ist wegen fehlender Wasserfläche nicht mehr aufrecht zu erhalten. Das Leistungsschwimmen und das Training der Hilfsorganisationen stehen ebenso, wie der Breitensport in seiner bisherigen Form vor dem Aus.

 Für viele und gerade auch ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger ist das Schwimmen ein Eckpfeiler der Gesundheitsvorsorge, auch hier wird es zu deutlichen Kürzungen kommen.

 Für Bürger und Bürgerinnen wird sich eine drastische Verringerung der Bäder- Öffnungszeiten ergeben. 

Die Bäder sind Bestandteil der allgemeinen Grundversorgung einer lebenswerten Stadt. Sie dienen der Gesundheitsvorsorge und sind Bestandteil der Jugend- und Sportpolitik. Die schwimmsport-treibenden Vereine tragen mit dazu bei, diese sozialen, gesundheitlichen und sportlichen Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen.

Es darf daher keine weitere Reduzierung der Wasserfläche geben. Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, den Willen der Bürger und Bürgerinnen deutlich zu machen.